Vitalpilze – kleine Helfer aus dem Wald

In der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin werden Pilze schon lange Zeit zur Heilung der unterschiedlichsten Krankheiten genutzt. Sogar wissenschaftliche Studien belegen, dass Heilpilze das menschliche und tierische Immunsystem stabilisieren. Sie hemmen Tumore und haben eine zellerneuernde Wirkung und enthalten darüber hinaus eine Vielzahl an ernährungsphysiologisch wichtigen Substanzen. Die Mykotherapie, das heilen mit Pilzen, ist auch in Europa ein anerkanntes Heilverfahren.

Unser Vitalpilz Komplex enthält fünf der bekanntesten Heilpilze: Reishi, Cordyceps, Shiitake, Auricularia und Hericum. Alle Pilze haben kleine aber feine Unterschiede. Zusammen bilden sie einen wunderbaren Komplex aus natürlichen Hilfsmitteln für den ganzen Körper.

Reishi

In China ist Reishi ein Symbol des Glückes und der Unsterblichkeit, er wird auch als „Pilz des ewigen Lebens“ bezeichnet. Es gibt kaum einen anderen Heilpilz, der so vielseitig einsetzbar ist wie dieser. Er wir seit etwa 4.000 Jahren für Heilzwecke genutzt. Im Deutschen wird er auch „goldener Lackporling“ genannt. Er kommt weltweit vor und wächst hauptsächlich auf Laubbäumen. Reishi zählt nicht zu den Speisepilzen, er wird vorwiegend in Pulverform als Extrakt in Kapseln aufgenommen.

Reishi enthält zwei wichtige Wirkstoffe: Polysaccharide und Triterpene, die zur Familie der sekundären Pflanzenstoffe gehören. Polysaccharide stabilisieren das gesamte menschliche Immunsystem, während Triterpene antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend wirken. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Reishi bei folgenden Krankheiten auch heute noch eingesetzt: Chronische Hepatitis, Krebs, geschwächtes Immunsystem, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Bronchitis, Asthma, Magengeschwüre, Schlaflosigkeit, Nierenentzündungen und Gelenkentzündungen. Inzwischen ist Reishi der best- und meist-untersuchteste Heilpilz weltweit. Daher gibt es zahlreiche Studien, die sich mit den Wirkungen des Reishi beschäftigen.

Reishi aktiviert das Immunsystem. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass Reishi die Aktivität und Anzahl der B-Zellen im Körper steigert. B-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind damit für die Antikörper-Produktion verantwortlich. Zusätzlich werden durch die Polysacharide auch die Menge der T-Zellen gesteigert. T-Zellen sind im Körper ständig auf der Suche nach entarteten Zellen oder auch nach Zellen, die von Viren befallen sind, die sie daraufhin aus dem Verkehr ziehen. Auch bei Autoimmunerkrankungen soll Reishi helfen. Denn wenn das Immunsystem überreagiert oder falsch reagiert, dämpft der Reishi diese Reaktion und schraubt sie auf ein gesundes Maß zurück.

Auch bei Autoimmunerkrankungen soll Reishi helfen. Denn wenn das Immunsystem überreagiert oder falsch reagiert, dämpft der Reishi diese Reaktion und schraubt sie auf ein gesundes Maß zurück.

In einer Studie an der Kyushu University in Fukuoka festgestellt, dass Reishi-Extrakt Prostata-Krebszellen im ihrem Wachstum behindern kann. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse wird der Reishi in Japan bereits offiziell in der begleitenden Krebstherapie eingesetzt. Zudem ist der Heilpilz in der Lage, die Nebenwirkungen der Strahlen- und Chemotherapie zu lindern und das Allgemeinbefinden von Krebspatienten zu verbessern. Die tumorhemmenden Eigenschaften werden auf das Zusammenspiel zwischen den immun-stimulierenden Polysacchariden, den für Tumorzellen toxischen Triterpenen sowie weiteren reishi-typischen krebshemmenden Substanzen zurückgeführt.

Die Triterpene im Reishi wirken sich positiv auf Entzündungen aus. So auch in den Gelenken, Knochen und der Haut. Diese wirken ähnlich wie Kortison und dämmen die Histaminausschüttung. Der Unterschied ist: Reishi hat keine Nebenwirkungen.

Reishi steigert die Durchblutung und senkt den Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels. Offenbar sind es die Triterpene, die auch hier für diesen Effekt verantwortlich sind. In einer klinischen Studie wurde durch Gabe eines Reishi-Extrakts der Blutdruck bei Patienten mit Bluthochdruck nachhaltig gesenkt.

Cordyceps

Cordyceps, zu Deutsch: Chinesischer Raupenpilz, ist ein Heilpilz, der in der traditionellen chinesischen Medizin als Unterstützung für die Nieren gesehen wird. Doch damit ist nicht nur die Niere allein, sondern der gesamte Funktionskreis gemeint. Dieser schließt auch die Geschlechtsorgane, die Knochen, das Knochenmark und die Ohren mit ein.

Cordyceps enthält vier wichtige Wirkstoffe:

  • Als Nucleoside bezeichnet man komplex aufgebaute Moleküle die aus einem Zuckerbestandteil und einem Basenanteil bestehen. Sie sind die Bausteine des Erbmoleküls DNA. Der Cordyceps enthält unter anderem Inosin und Cordycepin. Sie sind an vielen zellphysiologischen Prozessen beteiligt. Somit hat der Cordyceps Einfluss auf das zentrale Nervensystem sowie die Freisetzung von Neurotransmittern im Hirn.
  • Spezielle Beta-Glukane und Galactosaminoglykane spielen eine wichtige Rolle für die Wirkung des Cordyceps. Durch ihren dreidimensionalen Aufbau sowie die verzweigte Struktur haben sie antitumor- und immunstimulierende Wirkung. Außerdem haben sie antioxidative und blutzuckersenkende Eigenschaften.
  • Sterole, z.B. das Ergosterol, besitzen die gleiche Grundstruktur wie Cholesterin und sind an einer unüberschaubaren Palette von pharmakologisch interessanten Wirkungen beteiligt. Extrakte aus dem Mycel enthalten östrogenartige Inhaltsstoffe und werden in Japan erfolgreich bei Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren eingesetzt. In Laborversuchen verhinderte der Pilzextrakt das Absterben von Gehirnzellen mit Alzheimerplaques und den dadurch bewirkten Gedächtnisverlust.
  • Zuletzt sei noch auf besondere Eiweißverbindungen, wie z. B. Cyclopeptide hingewiesen. Man vermutet, dass der vitalisierende und immun-stimulierende Effekt des Raupenpilzes mit diesen Verbindungen zusammenhängt. Es sind bisher nur wenige dieser Verbindungen beschrieben und auch wenig bekannt, wie sich diese auswirken.

Aus chinesischer Sicht beherbergt die Niere nicht nur unsere physische, sondern auch unsere psychische Energie. Cordyceps wird daher traditionell gegen Depressionen eingesetzt. Häufige Begleiterscheinungen einer Depression – wie Mangel an Willenskraft, Motivation, Angst, Sorge und ein Gefühl der Leere – resultieren aus chinesischer Sicht aus einer Nierenschwäche.

Bei Nierenfunktionsstörungen und Nephritis verbessert der Cordyceps die Kreatininclearance. Auch die Ablagerungen von Immunkomplexen in den Nierengängen bei Autoimmunerkrankungen der Niere können durch diesen Pilz verhindert werden. Die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde wird stimuliert, es kommt zur vermehrten Ausschüttung von körpereigenem Kortison und somit wird Stresssymptomen entgegengewirkt. Da sehr viele verschiedene Erkrankungen durch chronischen Stress entstehen können, ist der Cordyceps hier sehr vielseitig einsetzbar.

Der Cordyceps steigert die Produktion von Geschlechtshormonen. Dadurch können unter anderen die Geschlechtstriebe sowie die sexuelle Aktivität verstärkt werden. Im gleichen Atemzug wird auch die sportliche Leistungsfähigkeit gefördert. Nach dem Sport wirkt der Pilz wiederum beruhigend und regenerierend, da sich das Muskelgewebe erholt.

Cordyceps reguliert auch das Immunsystem. Er steigert die Aktivität der weißen Blutkörperchen, der Makrophagen sowie der natürlichen Killerzellen. Alle drei sind für die Immunabwehr und Beseitigung von „Schädlingen im Körper“ zuständig.

Shiitake

Von den wirkungsvollsten Heilpilzen ist der Shiitake weit verbreitet und mittlerweile auch in Europa sehr bekannt, da er seit einiger Zeit in Supermärkten als schmackhafter Speisepilz angeboten wird. Er wird auch als König unter den Pilzen betrachtet.

Der Shiitake enthält zwei wichtige Wirkstoffe: Eritadenin und Polysaccharide.

  • Eritadenin ist ein Derivat der Purinbase Adenin. Dieses wirkt unter anderem entzündungshemmend und antiaggregativ auf die Thrombozyten und damit antithrombotisch. Eritadenin beeinflusst außerdem Fettstoffwechsel in der Leber, reduziert Blutfette und beschleunigt die Cholesterin-Ausscheidung. Außerdem hat man festgestellt, dass durch die Einnahme des Shiitake das Verhältnis der Lipoproteine zugunsten des HDL verschoben wird. Dadurch entstehen bessere Blutfettwerte, die wiederum das Arteriosklerose-Risiko reduzieren.
  • Lentinan ist ein hochmolekulares Polysaccharid, das vorwiegend klinisch als Immunthera­peuti­kum bei Tumorpatienten eingesetzt wird, da es die Immunantwort aktiviert und hemmend auf das Wachstum von Tumoren wirkt. So ist der Shiitake-Pilz oft eine Unterstützung  für Patienten, die sich noch nicht in einer schulmedizinischen Behandlung befinden. Außer dem Lentinan enthält der Shiitake noch andere Polysaccharide, die antikanzerogen und immunregulativ wirken. So können die ß-Glykane (Polysaccharide) des Shiitake auch körpereigene antioxidative aktivieren. Dies ist bei der Entgiftung und zum Schutz vor Zellschäden und Entzündungen sehr wichtig.

Generell ist der Shiitake ein aufbauender und stärkender Pilz, der – auch dank seiner B-Vitamine – bei Erschöpfung, Überarbeitung und dem chronischen Müdigkeitssyndrom empfehlenswert ist. Auch bereichert er den Speisezettel von Vegetariern und Veganern, da er Ergosterol, die Vorstufe von Vitamin D, enthält, das sonst vor allem in Fleisch zu finden ist.

Auricularia – Mu Err

Der Heilpilz Auricularia, auch genannt Mu Err, Judasohr oder chinesische Morchel, ist seit 1500 Jahren ein beliebter Speisepilz in Asien und gleichzeitig ein wichtiger Heilpilz. Der Auricularia wächst an absterbenden Sträuchern des Holunderbaumes oder auch an anderen Laubhölzern wie Buche oder Weiden.

Der Auricularia besitzt bemerkenswerte Inhaltsstoffe. Nachgewiesen wurden bereits wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor, Spurenelemente wie Eisen und Silizium, mehrere Vitamine der B-Gruppe, Glykoproteine, Polysaccharide und sekundäre Bioaktivstoffe. Zudem gibt es eine Vielzahl von Studien, die sich mit den Wirkungen des Mu Err Pilzes beschäftigen:

  • Viele Studien weisen auf die hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung hin. Dadurch verbessert sich die Fließeigenschaft des Blutes wodurch das Atherosklerose Risiko gesenkt wird und das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt geringer sind. Noch dazu hat Auricularia im Gegensatz zu herkömmlichen Blutverdünnern keine Nebenwirkungen. Auricularia verbessert nach diesen Studien auch die Fließeigenschaften des Blutes und schützt somit vor Thrombosen und Schmerzen in den Beinen, welche durch Gefäßverengungen entstehen können.
  • Ein entscheidender Stoff, der für die entzündungshemmende und Wirkung von Auricularia verantwortlich ist, sind die Beta-D-Glucane. Diese helfen bei Entzündungen der Augen, Haut und Schleimhäute.
  • In wissenschaftlichen Versuchen wurde bewiesen, dass die Wirkstoffe des Auricularia eine deutliche Senkung der Triglycerid- und LDL-Cholesterin-Werte hervorrufen. Verantwortlich für diesen Effekt ist ein spezifisches Auricularia-Biopolymer, welches einen hohen Glycoproteinanteil in seiner Struktur aufweist.
  • Adenosin, ein Nucleoside und Bestandteil des Auricularia, welcher auch in der menschlichen DNA vorkommt, steht mit der Gefäßerweiterung im Zusammenhang. Dadurch wird die Durchblutung gesteigert sowie der Blutdruck gesenkt.
  • Auch im Zusammenhang mit dem Bekämpfung von Tumorerkrankungen wir der Pilz gern genannt. Er hat immun-modulierende Eigenschaften und stimuliert die Bildung von Immunzellen.

Der Auricularia ist ein natürliches Heilmittel und frei von Nebenwirkungen. Dadurch ist der Vitalpilz sehr gut geeignet als vorbeugende Maßnahme, speziell bei Risikogruppen. Man kann Auricularia polytricha über viele Jahre hinweg bedenkenlos täglich zu sich nehmen.

Hericum – Yamabushitake

Der Yamabushitake ist ein Pilz, der vor allem für seine Effekte auf die neurologischen Funktionen bekannt ist. Er ist auch unter dem Namen Löwenmähne, Igelstachelbart, Affenkopfpilz oder Hericum Erinaceus bekannt. Seinen Namen „Löwenmähne“ erhält er, da er ca. 3 cm lange weiche Stachel besitzt, die über den ganzen Fruchtkörper verteilt sind. Dadurch sieht er aus wie ein zotteliges Tier. Der Yamabushitake wächst in Ostasien, Nordamerika und Nordeuropa und bevorzugt die Wunden älterer oder bereits abgestorbener Bäume wie Buchen, Eichen und manchmal auch Obstbäumen.

Der Hericum enthält mehr als 30 verschiedene bioaktive Stoffe, unter anderem Mineralien wie Kalium, Zink, Eisen, Selen, alle wichtigen Aminosäuren, und verschiedene Arten von Polysacchariden und Polypeptiden.

Dem Hericum werden in aktuellen Studien und der TCM verschiedene Wirkungen nachgesagt und diskutiert. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt der Affenkopfpilz als heilsam bei Magen- und Atembeschwerden, Nervenleiden, hohem Cholesterinspiegel, Krebs und geschwächtem Immunsystem

  • Japanische Wissenschaftler entdeckten, dass Yamabushitake effektiv ist bei der Förderung der Freisetzung von Wachstumsfaktoren für die Nervenzellen. Medizinische Aufzeichnungen aus China und Japan zeigen, dass der Yamabushitake positive Auswirkungen auf den gesamten Organismus hat, unter anderem Organe wie Niere, Leber, Milz, Herz und Magen.
  • Der Hericum soll das Immunsystem und das körpereigene Abwehrsystem stärken.
  • Die Polysaccharide im Hericum sollen antikanzerogen wirken.
  • Die Phytosterine im Hericum haben lipidsenkende Eigenschaften wodurch der Cholesterinspiegel verbessert wird und das Arteriosklerose Risiko sinkt.

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