Was ist der Unterschied zwischen Curcumin und Kurkuma?

Was ist Kurkuma?

Kurkuma ist ein Gewürz, das heutzutage jeder kennt. Dieses lebendige orangefarbene Wurzelextrakt ist weit davon entfernt nur ein einfaches Curry-Gewürz zu sein. Es ist für seine vielen medizinischen Eigenschaften weithin anerkannt.

Seit jeher ist es ein wichtiger Bestandteil der indischen und asiatischen Medizin und Küche. Kurkuma erlebt heute seine Renaissance in Europa. Eine großen Anzahl Menschen sieht auf dieses uralte asiatische Heilmittel als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes für Gesundheit und Wellness zurück.

Kurkuma ist für seine reiche, erdig-feurige Farbe und seinen bitteren, aber pfeffrigen Geschmack bekannt und gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Zu diese Gattung gehören auch Pflanzen wie Ingwer, Kardamom und Galgant. Diese Gewächse wurden in der Ayurveda-Medizin seit der Antike verwendet.

Obwohl die moderne Forschung rund um Kurkuma noch im Anfangsstadium ist, glauben viele Menschen an die traditionelle östliche Heilkunde und verwenden Kurkuma. In Europa wird es oft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen.

Was ist Curcumin?

Curcumin ist eine chemische Verbindung aus der Familie der Curcuminoide. Curcuminoide sind durch ihre auffallende gelbe Farbe gekennzeichnet. Sie kommen in natürlicher Form in Kurkuma vor. Durch die hohe Konzentration dieser Verbindung, erhält Kurkuma seine charakteristische Farbe. Jedoch handelt es sich bei Curcumin nicht nur um einen Farbstoff. Curcumin ist mit Abstand der bioaktivste sekundäre Pflanzenstoff in Kurkuma.

 

Was ist  der Unterschied zwischen beiden?

In seiner natürlichen, unbehandelten Form ist Kurkuma ein Gewürz. In der traditionellen östlichen Medizin gibt es kaum Zweifel an den gesundheitlichen Vorteilen von Kurkuma. Diese basieren jedoch auf einer lebenslangen Kurkuma-reichen Ernährung, welcher in Europa selten nachgegangen wird.

Wenn man häufig mit Kurkuma kocht und es regelmäßig als Gewürz verwenden, nimmt man nur geringe Menge von Curcumin auf. Dies beruht auf einer Reihe von Faktoren. Zum einen kann es an der Art der Kurkumapflanze liegen. Zum andere an der Trocknungsmethode und an der Art, wie die getrocknete Pflanze zu Pulver verarbeitet wird. Durchschnittlich enthält Kurkuma zwischen 2,5% und 10% Curcumin.

Durch Curcumin, als Nahrungsergänzung eingenommen, erhält der Körper dutlich mehr Curcumin, als durch reines Kurkumapulver. Wegen des großen Mengenunterschiedes lässt sich Curcumin schneller vom Körper aufnehmen und kann dort für längere Zeit gespeichert werden.

Durch die Zugabe von natürlichen Inhaltsstoffen, wie schwarzem Pfeffer, kann die Bioverfügbarkeit des Curcumins verstärkt werden. Es erleichtert dem Körper die Aufnahme und hilft die gleichen Wirkungen über einen kürzeren Zeitraum zu erzielen.

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Ist Curcumin natürlichen Ursprungs?

Es gibt viele Methoden Curcumin zu extrahieren. Durch alle wird qualitativ hochwertiges, wirksames und sicheres Curcumin hergestellt. Am effektivsten ist die Reinigung mit einer Ethanollösung. Bei diesem Verfahren wird das Curcumin aus Kurkuma zu einer Curcumin-reichen Lösung extrahiert, die dann getrocknet und gemahlen wird, um ein hochreines Konzentrat herzustellen.

Ethanol ist eine organische Verbindung. Daher ist dieses Verfahren natürlich. Allerdings ist es möglich, dass das verwendete Curcuma nicht natürlichen Ursprungs ist. Während durch beide Quellen ein hochreines Curcumin-Extrakt hergestellt wird, bevorzugen viele Menschen, die die gesundheitlichen Vorteile des natürlichen Curcumins genießen, ein rein natürliches Produkt.

Viele Produkte sind daher in verschiedenen Preisklassen zu finden. Nun ist es eine persönliche Entscheidung, ob man anstatt eines verstärkten Kurkuma-Pulvers lieber ein Curcumin-Extrakt kauft. Selbst, wenn mit 10% Curcumin geworben wird, ist die Bioverfügbarkeit nicht hoch genug, um die Vorteile des Curcumins voll nutzen zu können.